Meine neue Aufgabe

Geschrieben von am Mittwoch, 19. Januar 2011

Ich bin schon seit einigen Jahren auf der Suche nach einem passenden Job für mich, doch leider klappte es bisher nicht so, wie ich es mir erhofft habe. Ich denke dabei, dass es nicht mal an meinen Fähigkeiten, oder meinen Zeugnissen liegt, sondern einfach daran, dass ich für die meisten Chefs zu alt bin. Ich bin zwar erst 45 Jahre alt, und gesundheitlich noch völlig fit, aber trotzdem werden jüngere Leute bevorzugt. Inzwischen ist mir das aber egal, denn mein Neffe besitzt einen eigenen Bilderrahmen Online-Shop, der jetzt so gut läuft, dass er mich halbtags eingestellt hat. Ich kümmere mich um den Bilderrahmen Versand, und um alles, was mit den Zahlungseingängen der Kunden zu tun hat. Obwohl ich so etwas noch nie zuvor gemacht habe, komme ich mit meiner neuen Aufgabe gut klar, und ich bin wirklich froh, endlich wieder etwas Sinnvolles machen zu können. Jeden Morgen um 8 geht’s los, und mittags um 1 habe ich Feierabend. Samstags habe ich normalerweise frei, es sei denn, mein Neffe hat so viel zu tun, das wir eine Extraschicht einlegen müssen. Jetzt kann ich nur hoffen, dass der Shop weiterhin so gut läuft, denn ich würde ungern auf meine neue Herausforderung verzichten wollen, denn die Arbeit macht mir sehr viel Spaß. Ich spreche aus Erfahrung, wenn ich sage, dass man die Hoffnung niemals aufgeben soll, auch wenn manch anderer einen schon abgeschrieben hat, egal aus welchen Gründen. Das Leben geht immer irgendwie weiter, und wenn man sich nicht hängen lässt, besteht immer die Möglichkeit, das Beste daraus zu machen.
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So wurde meine Mutter Rentnerin

Geschrieben von am Dienstag, 21. Dezember 2010

Letztes Jahr hatte meine Mutter es endlich geschafft. Sie konnte der Arbeitswelt lebe wohl sagen und ist seit dem Rentnerin. Die letzten Jahre waren doch ziemlich anstrengend für sie und dass, obwohl sie zum Glück nicht zu der Generation gehört, welche noch bis 67 Jahre zu arbeiten hat. Zu dieser Generation gehöre ich nämlich. Schon aus jetziger Sicht kann ich mir das irgendwie überhaupt nicht richtig vorstellen. Besonders an den Tagen, an denen ich gesundheitlich angeschlagen bin oder eben einfach mal überhaupt keine Lust habe. Solche Tage hat aber jeder. Trotzdem finde ich es großen Mist bis 67 arbeiten zu müssen. Umso mehr hatte ich es meiner Mutter gegönnt, dass sie endlich für immer Feierabend hatte. Ihre Kolleginnen und Kollegen hatten ihr auch einen gebührenden Abschied gegeben. Meine Mutter hatte allen noch mal ein tolles Frühstück ausgegeben gehabt. Sie selbst bekam einen tollen Präsentkorb, einen riesigen Blumenstrauß und viele Bilder, welche in einem Bilderrahmen rahmenlos eingefasst waren. Unter den Bildern, die im Bilderrahmen rahmenlos untergebracht waren, hatten alle ihre Kollegen noch unterschrieben und es gab einen Text dazu, in dem meiner Mutter alles Gute gewünscht wurde. An ihrem letztem Arbeitstag brauchte meine Mutter auch nichts mehr auf ihrer ehemaligen Arbeit zu machen. Gleich nach dem Frühstück konnte sie am Vormittag ihre berufliche Karriere beenden und nach Hause gehen. Hier hatten wir schon auf sie gewartet. Zusammen mit meinem Vater, meinem Bruder und mir konnte meine Mutter hier weiter feiern. Rentner wird man eben nur einmal im Leben und wir wollten uns alle mit meiner Mutter freuen. Darum hatten wir uns alle an diesem unvergesslichem Tag für meine Mutter frei genommen.
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